Nun ist die neue Zeit da.
Loslassen ist angesagt und es ist Zeit, eine neue Sprache zu lernen, die schon ganz alt ist.
Und da kommt Post von Froehlichundkaufmann und bietet die restlichen Exemplare von Gerd Haffmans Einlesebuch in die Gedanken von Schopenhauer´s Manuskripten an. Das Beste ist am Billigsten für 1,95.
Man glaubt es kaum.
Was wichtig für die Seele ist, kostet fast nichts und lenkt doch alles.

Gerd Haffmans beschreibt es im Nachwort so: „Schopenhauer umkreist und triff immer wieder den Kernpunkt seiner Entdeckung: Der Geist, der Intellekt, die Vernunft ist das Sekundäre; der Trieb, das Unbewußte. der Lebenswille das Primäre. Der Wille – Schopenhauers Wort für die durchgängige Triebstruktur wie Freuds Es schreibt der Vernunft vor, was sie zu erkennen hat. Der Intellekt lauft am Gängelband erkennt und agiert im Auftrag; ist zur Dienstleistung und Rechtfertigung dessen ein- und abgestellt, was wir vor aller Vernunft wollen: Dasein und Wohlsein.
Nach allen Theorien will der Mensch, was er erkennt. Nach Schopenhauer erkennt der Mensch, was er will. Mit begnadet bösem Blick findet er immer neue Beispiele und Beweise, diese Dependenz zu verdeutlichen: Der schreiende strampelnde Säugling lebt nicht, weil er nach sorgfältiger Inaugenscheinnahme seiner Umwelt zum wohlerwogenen Urteil über ihre Vortrefflichkeit gelangt ist und also be schließt, das Leben sei lebenswert – , Der Wille zum Leben ist das einzige absolute: denn er allein, das Lebenwollen, Da seynwollen, in allen Wesen, steht schlechthin fest, versteht sich von selbst und bedarf nicht, wie alles andere, welches deshalb eben relativ ist, der Gründe und Motive: diese würden auch nicht zu finden seyn; da das Leben ein Geschäft ist, welches die Kosten bei weitem nicht deckt. Schopenhauers Diagnose: Was wir, die voreilig selbsternannte Krone der Schöpfung, so Vernunft nennen, ist korrupt, nämlich vom Interesse an eigner Wohlfahrt bestochen.“
Sieht man täglich…
In diesem Sinne bis dann!









